8. Woche – Tablet-Medikation für den philosophischen Untericht?

Vorbemerkungen

Mit dem Thema „Tablet-Einsatz im philosophischen Unterricht?“ haben wir uns reichlich schwer getan. Wir verfügen selbst nicht über genügend Praxiserfahrungen, um aus unserem Erfahrungsschatz schöpfen zu können. Deshalb müssen wir uns auf die Berichte anderer stützen – und die Diskussion am Obststand führen, weil die Diskussion hauptsächlich von dessen Kunden geführt wird.

Medien

  • Literatur: Frank Thissen: Mobiles Lernen in der Schule (S. 29-44) – keine Bange: es ist nicht viel Text auf den Seiten … 😉 – für Interessierte: weiter hinten im Buch finden sich Einsatzszenarien aus verschiedenen Schularten
  • Interview mit André Spang – seine Schule hat 3 Klassensätze iPads zum Ausleihen für den Unterricht
  • ein Schüler berichtet über sein „Experiment digital“: Er führt keine Hefter sondern arbeitet konsequent mit dem Tablet – und hat sich bewusst gegen ein iPad entschieden (!)

Arbeitsauftrag

  • Positioniert euch unter diesem Beitrag mit mindestens einem Kommentar zu Einsatzmöglichkeiten von Tablets im philosophischen Unterricht!
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14 Gedanken zu „8. Woche – Tablet-Medikation für den philosophischen Untericht?

  1. Ninchen

    Hallo liebe Mandy, Donat und Kommilitonen,

    ich möchte heute gern den Anfang machien und zunächst von meinen eigenen Erfahrungen mit dem Tablet sprechen. Seit Beginn dieses Semesters nutze ich ausschließlich das Tab für Mitschriften, Vorträge etc. Dazu habe ich mir ein Samsung Galaxy Note 10.1 gekauft. Dieses hat einen Stift und ich kann somit ganz normal wie auf Papier schreiben. Zudem werden Linien, Formen und Formeln vom Tab begradigt bzw. erkannt.
    Viele Kommilitonen sind überrascht und neugierig, wenn sie das Tab sehen und kein zusätzliches Papier etc dazu. Sie wollen es auch oft selbst testen und sind erstaunt wie einfach die Handhabung ist. Ich selbst habe mich innerhalb sehr kurzer Zeit in die Technik einarbeiten können. Das meiste ist intuitiv erlernbar.
    Es war für mich immer ziemlich nervig die ganzen Mitschriften und Arbeitsblätter abzuheften und zu sortieren. Dazu war ich meistens zu faul und so regierte immer das Chaos. Jetzt ist es deutlich besser. Ich schreibe meine Notizen -nach Lehrerveranstaltung sortiert – fortlaufend in eine S-Note Datei und behalte so leichter den Überblick. Entscheidend ist auch, dass das Tab sehr flüssig läuft und der Akku lange durchhält. Man braucht sich folglich nicht keine Gedanken über die Technik machen. Es ist genauso leicht wie mit einem Schreibblock zu arbeiten.

    Nun also zu den Nutzungsmöglichkeiten im Unterricht.
    1. Die Schüler können ihre Mitschriften genauso wie ich auf dem Tab machen und sparen sich das Schleppen von Heftern und co.
    2. Die Schüler können im Unterricht in Webblogs, Wikis etc. arbeiten, ohne das sie in ein separates Zimmer mit Pc’s müssen.
    3. Die Schüler können von Lehrer Bilder, Videos etc. auf ihr Tab geschickt bekommen und sich diese besser anschauen.
    4. Das Tab kann an einen Beamer angeschlossen werden und durch die Handschriftenerkennung als Tafelersatz genutzt werden.

    Die Liste lässt sich sicher noch erweitern, aber es sind meiner Meinung nach die wichtigsten Möglichkeiten.

    Antwort
  2. Arismiles

    Als Ergänzung für den Unterricht finde ich ein Tablet wirklich spitze. Besonders durch die einfache Handhabung und Mobilität kann man es jederzeit problemlos in den Unterricht einbauen und dann wieder beiseite legen. Kein Computerraum, indem sich die Schüler hinter den Bildschirmen verkriechen können und noch genug Platz für andere Arbeitsmittel- genial!

    Ich frage mich nur, ob es auch spezielle Apps für Android-Geräte gibt, die sich wie bei Apple in den Unterricht einbauen lassen. Und wenn ja, ob sie frei zugänglich sind, welche Qualität und welchen Preis sie haben.
    Zum Schluss ist da auch noch die Frage nach der Akzeptanz im Kollegium und den Möglichkeiten der Schule, an (mehr als einen) Klassensatz Tablets heranzukommen.

    Antwort
    1. Ninchen

      Es gibt auch Apps für Andriod, das sind meist die gleichen wie die für das Ipad. Ich selbst habe ein Iphone jnd nutze damit iOS und Andriod parallel. Das ist oft sehr ähnlich. Allerdings denke ich, dass es für den Unterricht garnicht unbedingt spezielle Apps braucht.
      Der Grund warum ich kein iPad genommen habe, war einfach Handschriftenerkennung auf dem Galaxy Pad. Nachteil hier ist aber das relativ offene System und somit auch Werbung etc. Das gibts beim iPad nicht. Von der Bedienbarkeit sind beide Systeme aber recht einfach und intuitiv.
      Ich denke man muss den Schülern, wenn es sicb um private Tablets handelt aucn freistellen, welches sie bevorzugen und den Unterricht entsprechend für alle Syteme anpassen. Das verlangt sicherlich einiges von der Lehrperson ab, aber das ist bei allen Neuerungen so.

      Antwort
  3. sopieellis

    Ich schließe mich an, dass Tablets eine tolle Ergänzung für den Unterricht sind. Die Vorteile wurden ja schon in den Artikeln aufgezählt, die ich auch gut nachvollziehen kann. Besonders schön finde ich, dass die SuS eigenständig arbeiten können/müssen und die Tabletarbeit die Unterrichtsstunden auffrischt und lebendiger macht. Das dadurch die Motivation ansteigt ist klar, ich fände es auch interessanter interaktiv zu arbeiten, anstatt einem Lehrervortrag zuzuhören.
    Aber ich frage mich, wie feinfühlig man mit diesem Medium umgehen muss, damit die Schüler nicht übersättigt werden und irgendwann keine Lust mehr haben, dem „Normalen“ Unterricht zu folgen.
    Das Tablet als Hefterersatz zu nutzen, sehe ich als große Gefahr. Die Handschrift ist auf richtigem Papier anders, als die digital. Ich denke, dass die Schüler schnell ihre Vorteile erkennen, nur noch eine Person mit schreibt und die Unterlagen an alle weiterschickt. Das erschwert das eigenständige Lernen durch Schreiben und fördert Ablenkung. Aber das ist leider an vielen Berufsschule mittlerweile so üblich, es gibt eine Person die den Laptop dabei hat und die Aufzeichnungen an alle weiterschickt oder sogar weiterverkauft.
    Dazu kommt erschwerend, dass viele Lehrerkollegen, wie auch im Interview mit Herrn Sprang herauszulesen ist, die neue Technik nur langsam annehmen. Das kann meiner Meinung nach zu Spannungen im Lehrerzimmer führen. Man sollte die Neuanschaffung im Kollegium gut besprechen und die Vor- und Nachteile zusammen klären.
    Also als Ergänzung, für mich persönlich, eine tolle Bereicherung für den Unterricht, die ich gerne nutzen würde.

    Antwort
  4. christine müller

    Interessante Kommentare gibt es bis jetzt – was mir auffällt ist, dass sie durchweg nur positiv sind.
    Ich habe an einer Schule unterrichtet, an der jeder Oberstüfler jederzeit einen Laptop mit Internetzugang zur Vernfügung hatte, das ist sicher einem Tablet ähnlich.
    Im Nachhinein fällt mir auf, dass ich das aber so gut wie nie im Unterricht besonders genutzt habe. Warum nicht? Da wäre wieder meine Kritik an den Internetquellen für das Fach Ethik- vieles im Netz finde ich hier weit weniger geeignet, als ein gut gemachtes Buch.
    Nur zu „neueren Themen“ wie Medizin- oder Bioethik o.ä. haben die Schüler viel im Netz recherchiert, hierzu hat es gepasst.
    Die vielen Apps und Möglichkeiten, die im Text beschrieben wurden, kenne ich nicht und habe sie deshalb nicht benutzt – da ist sicher noch Potential.
    Was ich aber nicht teilen kann, ist die Ansicht, das ganze Lernen könnte in Projektlernen mit neuen Medien umgewandelt werden – ich finde, dass trifft einfach nur auf einen Teil des Stoffes, der zu bewältigen ist, zu.

    Was ich auch sehr kritisch sehe, ist der Einsatz von Tablets in der Grundschule – ich finde einfach, Grundschüler haben so viel zu bewältigen, einfach das ganze Leben! Sie brauchen meiner Ansicht nach keine Tablets dazu, sie haben schon genug zu tun und die Ablenkungsgefahr ist sehr groß. Manfred Spitzers Thesen und Studien überzeugen einfach.

    Antwort
    1. Arismiles

      Hey, ich glaube nicht, dass von uns jemand die Ansicht vertritt, dass das ganze Lernen in Projektlernen mit neuen Medien umgewandelt werden könnte. Neue Medien, wie zum Beispiel das Tablet, werden hier eher als praktische Ergänzung gesehen, die man problemlos benutzen und schnell wieder weglegen kann.
      Ich denke du hast recht, dass Buchquellen in vielen Situationen besser für den Ethikunterricht geeignet sind. Aber wenn man zum Beispiel einen schwierigen Text mit vielen Fremdwörtern hat, kann man jederzeit schnell das Tablet zur Hand nehmen und die Wörter nachschlagen…ist auf jeden Fall einfacher und vielfältiger, als einen Klassensatz Duden herumliegen zu haben.
      Ein Grund für den bisher im Unterricht noch geringen Umgang mit dem Internet kann auch sein, dass man einfach noch kein ausreichendes Methodenverständnis dafür hat, bzw. noch zu wenige Ideen, dieses wirksam einzusetzen.
      Ich sehe auch die Sache mit den Grundschülern anders, sie sind in die moderne Technik schon vielmehr hineingewachsen als wir. Gar keinen neuen Medien in der Grundschule zu benutzen, wäre für einige (und in Zukunft wohl immer mehr) realitätsfern. Außerdem ist es ja auch dafür da, von Anfang an die kritische Reflexion zu üben.
      Und wer ist Manfred Spitzer? Wenn du seine Thesen als Argument einbringst, wäre es schön, wenn du mehr Informationen dazu oder einen weiterführenden Link einbringen könntest.

      Antwort
  5. Ninchen

    Arismiles, ich sehe das ähnlich wie du. Das Problem ist einfach, dass vielfach noch Praxiserfahrungen fehlen. Der einsatz von neuen Medien, egal in welcher Form, stellt auch kein Allheilmittel dar. Wenn man täglich damit arbeitet, wird es bald genauso normal wie die Arbeit mit der Tafel. Es ist dann nichts mehr besonderes mehr.
    Was ist denn aber so schlimm daran, dass uns die Erfahrungen mit dem Tableteinsatz fehlen?! Wir als Lehrer sollte auch immer wieder neue Wege beschreiten, testen und kritisch reflektieren. Wir müssen nicht alles perfekt und immer richtig machen, denn auch wir müssen mit der Zeit immer wieder dazu lernen. Aber sich der Lebenswelt der Schüler zu verschließen ist keine Lösung.

    Sopieellis, das Schreiben auf dem Tab und das Schreiben mit einem normalen Stift ist nicht so sehr verschieden wie man glauben mag. Voraussetzung ist natürlich, dass man mit einem Stift auf dem Tablet schreiben kann. Es stimmt schon, dass man sich erstmal etwas daran gewöhnen muss, aber danach ist es wie auf dem Papier. Am Ende spielt es doch auch keine Rolle auf was ich schreibe, denn die Qualität bleibt die gleiche. Zwingen sollte man niemanden dazu, aber wer gern so schreiben möchte, soll dies auch tun können.

    Antwort
  6. EpicKur

    Klar, die genannten Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Es gibt mit etwas Kreativität sicherlich eine Menge toller Einsatzmöglichkeiten, die über den „Hefterersatz“ oder über Google.de hinausgehen. Einige Posts hier klangen fast schon nach einer Verkaufsveranstaltung im Elektronikladen. Da passt auch die Analogie der Obststand-Diskussion. Jeder will seinen Apple anpreisen… 😀

    Aber Spaß bei Seite. Ich sehe neben den genannten Vorteilen auch echte Problemfelder. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass sich Unterricht mit seinen Materialien weiter verändern wird und sich wohlmöglich eines Tages in jedem Tisch eine digitale Arbeitsfläche befinden wird, die via Clouds auch von Zuhause abrufbar sein wird, so sehe ich die nahe Zukunft noch kritisch.

    DENN nicht jeder Schüler verfügt über ein Tab. Nicht jeder kann es sich leisten und auch nicht jeder Elternteil lässt seine Kinder mit solcher Technik in die Schule laufen. Solche Dinge sollte man beachten und akzeptieren. Daher sollte der Lehrer darauf achten, und das ist meine persönliche Meinung, dass die sozialen Ungleichheiten nicht mehr als nötig im Unterricht betont werden. Ebenso sehe ich den Gebrauch privater Tablets im Unterricht auch wegen der ablenkenden Eigenschaften schwierig (div. Entertainment Aps etc. pp). „Schwierig“ heißt aber nicht gleichzeitig „unmöglich zu handhaben“. 😉

    Daher finde ich, dass die Bereitstellung von Technik seitens der Schule ein ausschlaggebendes Kriterium sein sollte. Wenn jede Klasse über einen Satz Tabs verfügt, dann gerne! Das klingt für manche vielleicht nach Träumerei, aber wir schreiben ja auch nicht mehr auf Schiefertafeln. 😉

    Antwort
  7. Alex H.

    Jeder Mensch hat von Geburt an einen natürlichen Forchungsdrang, eine gewisse Neugierde. Schaut man Kleinkindern eine Weile lang zu wird man mir da zweifellos zustimmen. Sie bestaunen jeden für uns noch so gewöhnlichen Gegenstand, nehmen ihn in den Mund und können sich scheinbar stundenlang auf etwas konzentrieren. Mit zunehmendem Alter nehmen auch die Medieneinflüsse zu und dieser Forschungsdrang wird mehr oder weniger gezielt abgetötet. In der heutigen kunterbunten Welt wir man dermaßen mit Informationen und Eindrücken überflutet, dass man zunehmend abstumpft. Zudem muss heutzutage immer alles schneller und effektiver gehen, alles muss bis aufs letzte ausgereizt und optimiert werden – wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Da erscheint es nur logisch, dass Schule sich an die Geschwindigkeit des modernen Lebens anpasst – oder? Nutzen wir die modernen Medien nur, um unsere Schüler noch „bei Laune“ halten zu können? Denn soviel dürfte klar sein: durch verstärkten Medieneinfluss nimmt die Begeisterung bei weniger mediengeprägtem Unterricht ab.
    Vielleicht sollte aber Schule – oder genauer – der Ethikunterricht der Medienflut etwas entgegensetzen anstatt dazu beizutragen. Damit ist nicht gemeint, dass ich es als Aufgabe des Ethikunterrichtes sehe die Schüler von der (übermäßigen) Nutzung moderner Medien abzubringen. Vielmehr halte ich es für überaus wichtig das die unzähligen Eindrücke und Informationen, die dauernd auf die Schüler einrieseln auch zu reflektieren und zu verarbeiten.

    Also im Klartext: Ich sehe die Vorteile der Tablets für zahlreiche Fächer durchaus ein. (siehe Frank Thissen) und würde sie in anderen Fächern auch einsetzen. Den Ethikunterricht sehe ich allerdings in einer Sonderrolle. Gerade in einer Zeit, in der Wissen so unglaublich schnell zugänglich ist, Fällt die reine Wissensvermittlung meines Erachtens nicht mehr in den Aufgabenbereich unseres Faches. Vielmehr geht es um den Menschen in der Gemeinschaft um die Formung der Schüler zu gesellschaftsfähigen Individuen – und dafür bracht es keinen Tablet.
    Ich würde also zumindest im Ethikunterricht den Tablet ausgeschaltet lassen.

    Antwort
  8. Dida

    Da die Technik nun schon zum festen Bestandteil unserer Gesellschaft geworden ist, sollte sie auch effektiv im Unterricht eingesetzt werden. An einem Tablet sehe ich den Vorteil, dass man darauf „normal“, also mit der eigenen Handschrift schreiben und auch gleichzeitig zeichnen kann. Das ist bei einem Copmputer oder auch Laptop eher umständlich, da als Eingabegeräte meist nur Tastaur und Maus zur Verfügung stehen und auf die Schnelle nur einfache Symbole möglich sind wie Pfeil, Kreis, Quadrat… Geht es aber darum, ein Tafelbild abzuzeichnen oder eine eigene Übersicht oder Grafik zu erstellen, wird man mit dem Tablet wohl mehr Freude haben. Sopieellis´ Einwand, dass dann nur noch ein Schüler mitschreibt und die restlichen nur kopieren, würde ich aber nicht auf den Einsatz der neuen Medien zurückführen. Schließlich kann auch jedes handgeschriebene Blatt Papier leicht kopiert werden.
    Ich denke der Einsatz eines Tablets im Unterricht ist vor allem für die Vermittlung der letzten Themen unseres Seminars (Datenschutz, Cybermobbing) von Vorteil, denn so müssen die Schüler nicht nur von Arbeitsblättern oder aus Büchern ablesen, sondern ihnen kann mithilfe der Technik ZUSÄTZLICH zu Büchern etc. die Problemsituation direkt aufgezeigt werden. Deshalb denke ich nicht, wie Alex H. geschrieben hat, dass Tablets aus dem Ethikunterricht herauszuhalten seien, denn solange es keinen eigenständigen Medienunterricht an allen Schulen gibt und das Thema somit Teil unseres Faches bleibt, kann der Unterricht durch Tablets auch abwechslungsreich gestaltet werden.

    Antwort
  9. Pawlow

    Es wurden ja schon einige Vorschläge gemacht, wie Tablezs genutzt werden könnten.
    Was den Verwendungszweck als Mittel zum Mitschreiben angeht würde ich sopieellis
    zustimmen. In genau diesen Punkt spielt ja dann die Frage der Erschwinglichkeit.
    Mit Epickur würde ich bezweifeln das sich alle ein Tablet leisten können und
    als solches Mittel müsste aber wirklich jeder einen besitzen. Tablets sollten
    demnach dort eingesetzt werden wo die Schule garantieren kann einen Klassensatz zur
    Verfügung zu stellen. Selbst dann: Könnten Tablets in allen Fächern eingesetzt
    werden? Macht es sich bspw. in Mathe nicht besser noch mit Zettel und Stift zu
    schreiben? Wenn dem so ist würde ich es nicht befürworten das nur in einem Fach
    ein Tablet als Ersatz für den Hefter geführt wird, weil andere Fachlehrer dann
    rechtfertigen müssten warum sie dieses Mittel nicht nutzen etc.
    Demnach bliebe es für mich wirklich bei der Projektarbeit. Dann können sicher Videos
    geschaut, Blogs und Wikis geführt und Präsentationen erstellt werden etc.Trotzdem bliebe
    die Einsatzzeit sehr beschränkt. Ich würde Tablets nicht ganz aus dem Klassenraum
    bannen wenn sich schon einmal die Möglichkeit bietet, aber mir wäre es schon lieber
    wenn die SchülerInnen direkt miteinander und mit dem Lehrer in Kontakt kommen.
    Dazu noch etwas: wie ich einmal lesen konnte gibt es Dozenten die sich während der
    Vorlesung, live quasi, Rückmeldungen ihrer Studenten auf ihr Tablet schicken lassen.
    Im Unterricht könnte das also so aussehen: Lehrer Meier spricht zu leise, zu lange
    oder sollte besser noch etwas wiederholen. Da die Schüler sich nciht direkt getrauen
    geben sie ihm diese Info von ihrem Tablet auf sein Tablet wieder, er kann direkt
    darauf reagieren und seinen Unterricht im Sinne der Klasse ändern. Ich weiß nicht
    wie es den betreffenden Dozenten damit bisher ergeht, es bleibt aber die Frage
    ob so etwas im Unterricht denkbar wäre.

    Antwort
    1. FrauSchuetze

      Hallo Pawlow,
      es gibt eine Möglichkeit des Feedbacks direkt im Unterricht. Corinna Lammert hat darüber sehr ausführlich gebloggt: http://mutigeschule.wordpress.com/2012/07/17/unterrichtsgesprach-2-0/ Ich habe das auch schon mit Schülern in Ethik ausprobiert, allerdings saßen wir sowieso im Computerraum mit großen Bildschirmen auf dem Tisch – das erschwerte die Gesprächsatmosphäre 1.0 etwas. Das Unterrichtsgespräch 2.0 hat aber durchaus auch Potential (nicht bei jedem Thema und nicht bei jeder Gruppe, versteht sich von selbst ;))
      viele Grüße,
      Mandy

      Antwort
  10. Jan Sandow

    Die Frage ob Tablets im Ethikunterricht verwendet werden können, stellt sich meiner Meinung nach nicht. Da sie trivial mit Ja beatwortet werden kann. Die Frage die man eher stellen sollte lautet: „Welchen Mehrwert bringt der Einsatz von Tablets im Ethikunterricht mit sich?“ Da ich jedes technische Gerät als Mittel zum Zweck betrachte und das Lernziel im Ethikunterricht ja nicht lautet: Der/die Schüler sind in der Lage ein Ipad kompetent zu bedienen ;). Ich sehe dabei durchaus die Möglichkeit, dass durch Neugierde, neue technische Möglichkeiten und die damit verbundene Begeisterung der Schüler gute Lernerfolge erzielt werden können. Allerdings drängt sich bei mir, ähnlich wie bei Alex, die Frage auf: Ob hier eher der Reiz des neuen den Lernerfolg erhöht oder das Tool als solches.

    Daher eine kleine Plus Misnus Tabelle, die auch auf meine eigenen Erfahrungen beruht.

    + Transportfähigkeit
    + schelle Recherchemöglichkeit
    + flexible Datenbearbeitung

    – Ablenkung vom Unterrichtsthema
    – verlieren in Details oder ein Abkommen vom Thema.

    Schlußendlich denke ich, das es Grundsätzlich auf die Pädagogik des Lehrers ankommt, ob das Toll ein Mehrwert hat oder nicht. Eine Bedrohung für den Berufsstand des Pädagogen ist es sicher nicht.

    Antwort
  11. Pingback: Das Tablet | Philosophie & Internet? – Wissen, wie!

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