Schlagwort-Archive: SocialMedia

Wochenrückblick – 11. Seminarwoche

Eine (für mich sehr)  spannende Woche liegt hinter uns. Nachdem ich über mein persönliches Lernnetzwerk berichtete, war es eure Aufgabe euer PLN zu zeichnen und euch ein paar Gedanken darüber zu machen, wie es damit weiter gehen soll.

Hier eure Lernnetzwerke:

  • EpicKur beschrieb sein Lernnetzwerk
  • Sopie Ellis zeichnete von Hand
  • Arismiles erstellte eine Mindmap mit dem Computer (mit welchem Programm?)
  • Dida nutzte Prezi für ihre Darstellung
  • Ninchen489 skizzierte den momentanen Status und  die weitere Entwicklung
  • Alex zeigte seine gut strukturierte PLN
  • und die anderen? Ich habe noch ein paar Verben übrig 😉

Die meisten von euch nahmen sich vor, ihre Blogs weiter zu nutzen und auch weiter im ZUM-Wiki aktiv zu bleiben. Sopieellis will nun auch Twitter eine Chance geben, deshalb hier nochmal der Hinweis:

In der Aufgabe berichtete ich schon vom Edchat – momentan sieht die Abstimmung so aus, als wäre das Thema für den morgigen Edchat genau unseres – Wie gestaltet man gewinnbringend ein PLN / PLE. Bis heute 18 Uhr könnt ihr noch mit abstimmen, und morgen dann entweder nur den Hashtag #edchatde auf Twitter verfolgen oder zwischen 20 und 21 Uhr mitchatten. (Bitte nicht verwirren lassen, am Anfang ist es echt anstrengend, man gewöhnt sich aber dran. Ein sinnvolles Tool um den Überblick zu behalten ist Tweetchat)

Advertisements

Wochenrückblick – 6. Seminarwoche

Liebe Seminarteilnehmer,

es macht immer wieder Freude in euren Blogs zu lesen. (Wir hoffen, ihr tut das auch gegenseitig. Wäre schade, wenn ihr das verpasst …)

Verordnungen zum Umgang von Lehrern mit Social Media

Die rechtliche Reglementierung der Social-Media-Nutzung von Lehrern wurde von euch durchaus kontrovers diskutiert. Wir finden es gut, dass ihr eine eigene Meinung zu diesem Thema habt – schließlich betrifft es euch unmittelbar (spätestens dann, wenn im Block B Schüler nach euch in Facebook suchen) …

Es gibt eine breite und bunte Vielfalt von Standpunkten und Argumenten – eine Zusammenfassung ist entsprechend schwierig. Wir versuchen es daher gar nicht erst, sondern wollen auch unseren Senf dazugeben … 😉

Mandy: Ich persönlich sehe das wie diese Kollegin hier: Ihre Erfahrungen decken sich mit meinen. Ich agiere ausschließlich als Lehrer und von Anfang an öffentlich bei Facebook.

Ich nehme alle Freundschaftsanfragen von Schülern an, stelle selbst keine. Gelegentlich beantworte ich inhaltliche Fragen zu Referaten, Terminen, etc – nichts Dramatisches. Ich stelle immer wieder fest, dass die E-Mail als Kommunikationsmittel mehr Hürden (z.B. formale Aspekte: Anrede, Formulierung, Abschluss) aufbaut als eine kurze Nachricht bei Facebook (immerhin mit Anrede und Kontext, selten mit Grußformel). Ich habe auch schon Schüler auf dem Hof direkt darauf angesprochen, ob sie wirklich wollen, dass ihre Lehrerin genau das Foto sieht oder jenen Fakt kennt. Das bringt mehr Schüler dazu, sich mit Datenschutz und Privatsphäreneinstellung auseinanderzusetzen als langweilige Vorträge. 😉

Donat: Grundsätzlich finde ich derartige Reglementierungen problematisch und der Weg, den Mandy geht finde ich gut – auch wenn es sicher nicht der Weg ist, den ich gehen würde. Ein für mich bedenkenswerter Punkt ist die Gefahr der Vermischung von dienstlichen und privaten Angelegenheiten. Jeder benötigt seine Rückzugsräume – egal ob er das nun selbst so sieht oder nicht. Wenn nun Schüler oder Lehrer diese Rückzugsräume nicht mehr haben, weil jeder den anderen immer erreichen kann, dann ist das für mich ein Problem.

Aus Lehrersicht: Wenn ich in Social Communities für Schüler „zugänglich“ bin, dann müsste ich alle Schüler als „Freunde“ akzeptieren (um niemand das Gefühl von Benachteiligung zu geben). Ich würde mich genötigt fühlen, auf Nachrichten zu reagieren. — Oder um es ein wenig anders zu formulieren: Kann ich wollen, dass ich in meiner Freizeit jedem beliebigen Schüler zur Kommunikation zur Verfügung stehe?

Mein Verstand sagt mir, dass ich mich hiervor schützen sollte, auch und gerade, weil ich weiß, dass es mir persönlich schwer fällt, eine Grenze zwischen Privatem und Dienstlichem zu ziehen. Eine andere Frage ist, ob mein Arbeitgeber das Recht hat, sich auch an dieser Stelle von seiner paternalistischen Seite zu zeigen …

Weitere zentrale Argumente:

  • Persönlichkeitsrechte des Lehrers
  • (gefühlte) Benachteiligung von nicht bei SC angemeldeten Schülern oder von Schülern, deren Freundschaftsanfrage nicht angenommen wurde
  • Datenschutz (Weitergabe dienstlicher Informationen)

Weiterführende Fragestellung: Die Verordnungen betreffen nicht nur Social Communities, sondern Social Media im Allgemeinen. Wie sieht das mit Wikis, Blogs, Cloud-Tools aus? Eine Dropbox mit Tafelbildern kann bspw. durchaus zweckmäßig sein … Und wenn man für bestimmte Social Media eine Ausnahme macht: Wo zieht man die Grenze? Ab welchem Grad informeller Kommunikationsmöglichkeiten?

Rechtliches, Allzurechtliches

Eine kurze Auflistung eurer Arbeitsergebnisse:

Uns gefallen eure Arbeitsergebnisse gut und wir hoffen, dass ihr bei einem späteren Social-Media-Einsatz im Unterricht auf eure Ausarbeitungen zurückgreifen könnt. Weitere Möglichkeiten zur Getaltung einer solchen „Rechtsbelehrung“ findet ihr hier:

Einen letzter Hinweis zum Thema Recht: Auch der allgemeindiaktisch ausgerichtete SOOC thematisiert heute (!!) sowie kommenden Dienstag Rechtsfragen und bietet Live-Sessions mit Fachexperten an. Klare Empfehlung unsererseits.

6. Woche – Rechtliches, Allzurechtliches – Ein Thema für gebundene Geister

Vorbemerkungen

Kaum ein anderes Thema hat in den letzten Jahren bei Lehrkräften in solchem Maße für Verunsicherung gesorgt, wie die Frage nach rechtlichen Spielräumen pädagogischen Handelns. Da Unwissenheit bekanntermaßen nicht vor Strafe schützt, ist das ein guter Grund, (Urheber-)Rechtsfragen zum Thema dieses Seminars zu machen – zumal Social Media im Hinblick auf Urheberrechte ein wahres Minenfeld sind. Im Westen nichts Neues.

Medien

Auch diese Woche wird eine große Bandbreite verschiedener Unterthemen angeschnitten. So gibt es erneut eine längere Medienliste. Die „Pflichtlektüre“ ist in fetten Lettern verfasst.

Urheberrecht

Nutzung, Weiterverwendung von Materialien, OER-Material

Diskussionsanstöße zum Facebook-Verbot für Lehrkräfte

Arbeitsaufträge

  1. Gestaltet einen Hinweisbeitrag oder eine Handreichung für Schüler, die ein Weblog oder ein Wiki im Rahmen des Unterrichts nutzen. (Kooperation von bis zu 4 SeminarteilnehmerInnen gestattet und erwünscht)
  2. Positioniert euch in eurem Weblog zur Reglementierung der Social-Media-Nutzung von Lehrkräften durch Kultusbehörden.

Wochenrückblick – 1. Seminarwoche

Die erste Woche stand unter dem Motto: „Social Media im Philosophischen Unterricht nutzen?!“ Wir sind begeistert über eure Kommentare – sowohl in quantitativer als auch qualitativer Hinsicht.

Diskussionsergebnisse

Erstaunlich für uns:  Der Wechsel der Leitmedien blieb als solcher unhinterfragt. Konsens innerhalb der Seminarleitung ist, dass ein solcher „Shift“ zumindest im Gange ist.
Für eine bessere Übersicht sind hier noch einmal alle wesentlichen Argumente zusammengefasst (Ergänzung erwünscht!). Darauf werden wir am Ende des Seminars noch einmal zurückkommen.

Umfrage und Anmerkungen zum Seminar

Zu unserer Umfrage: Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Das Gros der Teilnehmer studiert LA an Gymnasien. Leider sind keine GS-Studierende dabei, dafür aber ein paar BS-Studierende.
Social Media werden von nahezu allen Teilnehmern genutzt – zumindest was Social Communities, Messenger und Cloud-Dienste angeht. Alle anderen Tools spielen für euch eine nebengeordnete oder keine Rolle. Entsprechend erhofft sich ein Großteil von euch sowohl technische als auch rechtliche Hinweise. Im Mittelpunkt stehen für euch jedoch didaktische Fragen. Insofern deckt sich das weitestgehend mit unseren Anliegen und Zielen. Unser Hauptaugenmerk wird auf den Möglichkeiten von Social Media für den philosophischen Unterricht liegen. Da es bereits viel Literatur allgemein zum Thema gibt (auf die wir dann entsprechend verweisen), ist der Fachbezug für uns als Seminarleitung besonders wichtig.

Hinweis und Erinnerung

In unserer google+-Gruppe werden u.a. technische und  organisatorische Fragen geklärt.  Es ist wichtig für das Seminar, dass hier alle beitreten.

Bis Dienstag zum neuen Thema!
Mandy und Donat

1. Woche: Social Media im philosophischen Unterricht – wie soll das gehen?

Vorbemerkungen Social Media

Als Social Media werden alle Möglichkeiten bezeichnet, das Internet interaktiv zu nutzen, also etwas ins Internet reinzuschreiben, statt nur zu konsumieren. Dazu zählen z.B. Weblogs, Soziale Netzwerke, Bildercommunities, Foren, Wikis (wie Wikipedia) etc. Social Media wird in vielen Lebenssituationen genutzt, auch unsere Schüler nutzen es. Die Frage ist nun, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um es sinnvoll und gewinnbringend im philosophischen Unterricht einzusetzen, welche Tools es gibt (worin die Unterschiede bestehen) und welche Probleme auftreten können.  Aber erstmal langsam – wir nähern uns diesen Themen schrittweise. Da wir nicht mit euch am Computer sitzen, bitten wir euch, bei Problemen, Fragen oder sonstigen Hinderungsgründen ganz schnell mit uns Kontakt aufzunehmen. Das geht am besten über Kommentare hier im Blog. Schließlich wollen wir ja miteinander ins Gespräch kommen.

Medien

Warum sollten wir Social Media im philosophischen Unterricht einsetzen – sollten wir das überhaupt?

Leitmedienwechsel

Unter Leitmedienwechsel versteht man den Wechsel von der Buchgesellschaft hin zur digitalen Lebensweise. Diese wird insbesondere für unsere Schüler in ihrer Zukunft Realität sein. Dazu ein Artikel von Jöran Muuß-Merholz: Leitmedienwechsel – Schule und Lernen in digitaler Vernetzung.

Für Lehrer ergibt sich daraus eine neue Arbeitsweise. Hier hat ein Lehrer seine PLE – Persönliche Lernumgebung (Personal Learning Environment) dargestellt. Bitte denkt im Laufe des Seminars über eure nach.

Die spannende Frage für uns im Seminar wird sein, ob und wie ich all dieses Tools im Unterricht sinnvoll einsetzen kann/sollte – und vor allem, wie diese Tools für den philosophischen Unterricht fruchtbar gemacht werden können, wie sie Reflexionsmöglichkeiten eröffnen.

Dahingehend ist es natürlich spannend, sich einmal anzuschauen, was philosophischer Unterricht erreichen will.

Zuweilen wird in der Fachdidaktik ein eher technikkritischer Standpunkt vertreten:

Christian Zelger: Sapere aude Reloaded

[Es hat sich] gezeigt, dass unter anderem das Internet eine neue Entmündigung des Menschen begünstigt. Erstens: Die ansteigende Digitalisierung von Inhalten jeder Art […] bedingt eine zunehmende Einseitigkeit bei Quellen und Recherchemethoden. Zweitens: Gleichzeitig sind die Vorteile, die diese Technik bietet […] kein Garant für umfassender informierte Menschen […] Drittens: Es gibt genügend stets verfügbare Angebote, die kreative Arbeitsprozesse abnehmen und so die Illusion einer Leistung erzeugen. […]

[D]ie Freiheit als Bedingung für aufgeklärtes Denken wird durch die Vereinnahmung durch […] virtuelle[…] Welten eingeschränkt. […] Eine konstante Ablenkung durch Handys, Computer, Fernsehgeräte und Spielekonsolen, die Spaß und Unterhaltung sofort und ohne Ende versprechen, bedingen eine immer häufiger zu beobachtende Fähigkeit, sich länger als eine Viertelstunde auf eine Sache zu konzentrieren. […]

Im alten Rom wusste man bereits, dass man mit „panem et circenses“ Menschen ruhig stellen und von einem aktiven Gebrauch ihres Verstandes abhalten kann. Das Internet dürfte wohl das größte „Spiel“ überhaupt sein. […] Autonomes Denken braucht Platz – räumlich wie zeitlich -, aber diesen Platz nehmen die elektronischen Medien ein, die die Welt reduzieren – zum Beispiel auf 1280×10224 Pixel und 128 kbps – und oft nur Illusion statt Realität wiedergeben. […] Der Philosophieunterricht sollte hier […] auch einmal gegen den Strom schwimmen, gegen einen blinden Fortschrittsglauben und gegen eine oft unbegründete Technophilie.

(Zelger, Christian: Sapere aude Reloaded – Philosophie-Unterricht als neue Aufklärung. In: Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik. Hannover, Siebert, 2/2008, S. 164-169.)

Aber: Ist damit schon alles gesagt? Sollte sich philosophischer Unterricht tatsächlich von den Medien abwenden, die für Schüler Leitmedien darstellen, diese allenfalls kritisch und argwöhnisch reflektieren?

Arbeitsaufträge

  • Lies den Text sowie die verlinkten Seiten im Abschnitt „Medien“ – sie geben dir einen ersten Überblick über unser Thema.
  • Kommentiere hier im Blog, dass du dabei bist. Schreibe mit deinem Pseudonym, was dich das ganze Semester lang begleiten wird und füge 3 prägnante Schlagworte zu dir hinzu, z.B. bei mir wäre das „Frau Schütze: Lehrerin, Offene Bildungsressourcen und Weblogs.“
  • Fülle unsere Umfrage aus. Sie gibt uns einen Einblick in Vorwissen und Ziele der Seminarteilnehmer und hilft uns damit unser Seminar passender zu euren Interessen zu gestalten.
  • Erinnerung: Maile deine Adresse, mit der du bei Google+ angemeldet bist an Mandy (mandy.schuetze (at) gmx.net) oder Donat (donat.schmidt (at) tu-dresden.de). (Für die Google+-Gruppe.)
  • Positioniere dich zur Frage: „Sollte man das Internet im philosophischen Unterricht nutzen?“ in den Kommentaren.